Montag, 20. Mai 2013

Der Wicht

Wann immer sie kommt, die alte Flut,
die Enttäuschung, die Angst und auch die Wut.
Wann immer Du sie suchst, die Schuld
begegne ihr nur mit Geduld
und denke an den armen Wicht,
der Dein Beweis war, und mehr nicht.

Du suchtest die Qual, wolltest das Leid,
trugst es wie ein schmückendes Kleid.
Kämpftest wie ein Löwin stark
um zu erreichen den glorreichen Tag
an dem er ganz und gar Dir gehöre
und er sich ganz in Dir verlöre.

Doch was geschah, kaum, dass es erreicht?
Das ersehnte Ziel wurde Dir gleich.
Denn was Du suchtest war Friede und Ruh
und diesen Frieden hattest du.
In einem Zuhause beständig und warm,
in Deines geliebtes Mannes Arm.
Doch geniessen konntest Du all das nicht
ohne der Schuld Gegengewicht.

Drum sieh, das was Dein Geist ersehnt
nur selten den Weg zur Zufriedenheit wähnt.
Das, was Du brauchst ist das, was du hast.
Geniesse es ohne die Last,
die Du Dir immer aufgezwungen.
Sieh her, es ist bereits gelungen!
Öffne die Augen, du musst es nur glauben,
hör auf, Dir selber das Leben zu rauben!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen