Dienstag, 30. September 2014

Ich sterb

Ich sehe die Linien,  kann das Muster sehn
Ist dies meine Heimat,  kann ich dort bestehn?
Voll Hoffnung und Inbrunst mach ich mich ans Werk
Ich ziehe, ich reisse... und merk wie ich sterb

Gefangen von Klingen,  ein Gitter so scharf
Ein Käfig,  gegen den ich mich gar zu oft warf
Ich bleibe getrennt,  kann niemals eins sein
Will strecken die Flügel,  gehör nicht hier rein!

Ich fühle mich fremd,  verstümmelt,  verblasst
Ich hasse dich,  Leben,  oder bist dus,  das mich hasst?
Ich weiss  nur je mehr meine Ketten ich sprenge
Desto mehr meine Haut ich verletz und versenge

Ein blutiger Klumpen,  tief innen drin
Das ist was ich war,  was ich bleib,  was ich bin
Ein Leben zu lang in Gefangenschaft
Beraubt all meiner Hoffnung, Schönheit und Kraft.  

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